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peer pressure


1 Uhr  nachts.
Gerade habe ich das erste Mal seit langem wieder  den Fernseher eingeschaltet. Ich hab mir gedacht ich zappe mal schnell durch und finde bestenfalls eine geistreiche RTL II Reportage vor dem Einschlafen, aber leider war mir das nicht vergönnt und ich bin auf MTV hängengeblieben….und bei manchen Videos kann man nicht wegschalten. Ke$ha. Tik Tok.
Ich bin sicher nicht die erste und auch nicht die letzte, die anmerkt wie unglaublich erbaulich dieses Video ist …jetzt weiß ich auch endlich wie man zu so einem Tagesablauf kommt von dem die coolen Leute ab 12 Jahren im RVV Bus immer so lautstark berichten: „eeh hostas gestan midgreigd wei da Done ind Suzie[Wong] neigschbiem hod?!!! Owa mi hädst easchd seng soln…höhöhöhöhö…noch da zwoadn floschn Jack…höhöhöhöhöhö.
---ZAUBERHAFT---

Mehr davon. Tik Tok…und jetzt wo ich mich zurücklehnen kann und einfach so oft das Video von Ke$ha auf youtube  schauen kann bis sogar ich kapiert hab wie man PAAAAARTY nonstop tiktok macht kann ich es an dieser Stelle ja zugeben. Hinter dem ganzen Sarkasmus versteckt sich der unbändige Neid…ich will auch mal tiktok Party nonstop und ganz viele Saufgeschichten mit viel mehr Kotze, Polizei und Böllern. Einfach mal im Delirium mit verfilzten Extensions, einer Schnapsfahne vom Vorabend auf einem Dreirad hicksend durch die Albertstraße fahren und lautstark nach mehr PAAARTY und noch mehr Tequila verlangen. MAKE IT ROCK!

 

Überhaupt wird sich viel zu wenig geschämt an manchen Stellen. Jetzt hat sich jeder ganz ungehemmt frei und antiautoritär entfaltet und plötzlich kommen beim ein oder anderen Stellen zum Vorschein, die man doch lieber gleich wieder zurückfalten würde, wie ein verkommenes Origami.
An anderen, meiner Meinung nach überflüssigen Stellen, muss man sich aber  bitte fleißig weiterschämen und damit komme ich zum zweiten Video, dass ich heut auf MTV gesehen habe.
Tokio Hotel, behind my wall. Und damit ich es mit dem Schämen gleich hinter mir habe mache ich das gleich alles in einem Aufwasch: Mir gefällt das neue Lied von Tokio Hotel, ich mag keinen Sommer, Shrek ist doof, mir tut es nicht leid um die PT Cafete, Sylvester schaue ich mit meinen Eltern Musikantenstadel, mich interessiert die WM immer noch nicht, auf der Jahninsel ist es nicht gemütlich, Madonna sieht älter aus als 50, wer bei „Marie Antoinette“ mit Geschichtsfakten daherkommt, hat den Film nicht verstanden, Bully Herbig Filme sind nicht lustig, tough ist die kleine Schwester von überheblich, schwarze Farbe macht glücklich, Terminplaner sind unsexy,  und zu guter Letzt: nein..nicht auf Lehramt.
Um gegen Schluss wieder etwas diplomatischer zu werden, es ist ja wissenschaftlich erwiesen, dass man im Gespräch oft nur die Übereinstimmung sucht und man sein Gegenüber je nach dem wie groß die Übereinstimmungen sind entweder weiter oben oder weiter unten auf der Sympathieskala einordnet. Eigentlich macht man dann unterm Strich wohl oft ein wenig lehrreiches  Geschäft, wenn man sich nur mit denen gern weiterunterhält mit denen man sowieso schon einer Meinung ist oder viel gemeinsam hat. Aber ganz ehrlich…sich  mit jemanden auf Dauer abzugeben, der ganz andere Vorstellungen hat als man selbst ist dann doch etwas utopisch. Da spielt sich vor meinem inneren Auge gleich eine Filmblende mit Untertitel (1000 Jahre in der Zukunft) ein. Da sitzen die Zukunftsmenschen, ganz in weiß gekleidet in ihrem futuristischen apple designten Konferenzräumen und Cafés und haben alle Eigenartigkeiten und Unstimmigkeiten schon seit Jahrhunderten hinter sich gelassen sie nicken sich gönnerhaft zu und jeder ist natürlich so genial geistig hochentwickelt und popelfrei, dass man sich nur noch  gütig anlächelt, so irrsinnig verständnisvoll ist man geworden, dass einen gar nichts aber auch wirklich nichts mehr aufregt. Jetzt könnte man Erleuchtung vermuten oder aber auch Wachkoma. Da bin ich dann wieder froh, dass ich heute lebe und nicht in 1000 Jahren und erfreue mich weiterhin sowohl an der Medienpropaganda mit tiktok-Partygirls oder aber auch einigen mir vollständig unbegreiflichen Einstellungen meiner fellow humans. In diesem Sinne schließe ich mit einem Zitat von Maurice Moss: „I wanna go back to being weird . I like being weird….being weird is all I’ve got……That…and my sweet style.
Website der Woche:  www.peopleofwalmart.com
Lieblinge der Woche: Der Märzhase und Tim Roth
Empfehlung der Woche: „Lie to me“ schauen….und für die Liebhaber des britischen Akzents gibt’s das auch in der Originalversion auf flickpeek.com

 

12.3.10 12:41
 


bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


gary oldman (12.3.10 22:28)
hurra, bea is back on the blogg!! :D

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